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Neurodermitis-Unverträglichkeit häufige Ursache
30.05.2017 16:28

Die Anzahl der Betroffenen, die an Neurodermitis und/oder Allergien leiden, steigt ständig weiter an und es sind immer mehr Kinder betroffen.

Die Neurodermitis ist eine der häufigsten Hautkrankheiten und verläuft entweder chronisch entzündlich oder chronisch rezidivierend. Symptome dieser Hauterkrankung sind atopische Ekzeme, endogene Ekzeme oder atopische Dermatitis.

Die Neurodermitis an sich ist keine Erbkrankheit, dennoch wird die Veranlagung, eine Neurodermitis bekommen zu KÖNNEN vererbt.

Das erste Indiz für eine eventuell entstehende Neurodermitis ist der Milchschorf, der sich oftmals im Säuglingsalter zeigt. Die Neurodermitis wird oft als "Kinderkrankheit" bezeichnet, da ca 60% der Kinder im ersten Lebensjahr und ca 85% der Kinder bis zum 5. Lebensjahr betroffen sind - dennoch ist eine Neurodermitis im Erwachsenenalter heute keine Seltenheit mehr. Im Erwachsenenalter zeigt sich eine "kindliche" Neurodermitis allerdings sehr häufig als Allergie oder Asthma.

Bei vielen Betroffenen finden sich Störungen im Immunsystem. Diese Störungen beruhen oftmals auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder auch Pseudoallergien.

Die Bandbreite der Nahrungsmittelunverträglichkeiten ist lang und es sind zum einen Hauptnahrungsmittel wie

- Kuhmilch

- Gluten

- Eier

- Nüsse

- Weizen

- Zitrusfrüchte

betroffen, wie aber auch die Bestandteile der Nahrung, die oftmals völlig übersehen werden, wie

- Konservierungsstoffe

- Farbstoffe

- Zusatzstoffe

- Aromastoffe

- Geschmacksverstärker

- Zitronensäure

Die "Chemiebomben", die wir heute oftmals zu uns nehmen, schaden auf Dauer Körper, Geist und Seele, da sie der Körper nicht vernünftig verwerten und abbauen kann - sie setzen sich fest. Die Folge ist ein Ungleichgewicht der Darmbakterien, eine "durchlässige" Darmwand - leaky gut - oder auch "lahme" Darmfragmente.

"Die Hälfte aller Säuglinge und Kleinkinder mit Neurodermitis weißt gleichzeitig eine Sensibilität gegen Nahrungsmittel auf" - Zitat Brigitte Hajeck-Lang

Eine Ernährungsberatung stellt immer eine sichere Ergänzung zur medikamentösen Behandlung dar. Die Ernährung für Neurodermetiker muss ausgewogen, naturbelassen ( ohne chemische Zusätze ) und individuell angepasst sein. Hier hilft es, über einige Wochen ein Ernährungsprotokoll zu führen, um eventuelle Symptome bestimmten Nahrungsmitteln zuordnen zu können.

Im Anschluß erfolgt eine "Auslassdiät", in der man für ca. 3-4 Wochen auf garantiert allergenarme Lebensmittel zurück greift und im Anschluß daran, nach und nach "neue" Lebensmittel einführt.

Lebensmittel mit einem hohen Allergenpotential sind u.a

- Gluten

- Weizenmehl

- Konservierungsstoffe

- Farbstoffe

- Zusatzstoffe

- Fisch

- Eier

- Kuhmilch

- Nüsse

- Schweinefleisch

Ausserdem kann es helfen, die Ernährung auf eine arachidonsäurearme Ernährung umzustellen, da dies eine Entlastung für den Stoffwechsel bedeutet und die Entzündung durch die Säure nicht immer "angefeuert" wird. Das gleiche gilt im übrigen für histaminhaltige Lebensmittel, da auch das Histamin Entzündungen im Körper "aufflammen" lässt.

Eine Darmentgiftung und Sanierung kann hilfreiche Dienste leisten und eine deutliche Verbesserung einer Neurodermitis bewirken. Es kommt bei der Neurodermitis häufig zu einem Ungleichgewicht der lebenswichtigen Lakto - und Bifidobakterien in der Darmflora und somit zu weiteren negativen Symptomen. (Quelle: Hajeck-Lang) Die eventuellen Nahrungsmittelunverträglichkeiten greifen darüber hinaus ebenfalls die Darmflora an und sorgen für ein Ungleichgewicht.

Die Gabe von Kalium kann die Neurodermitis - Symptome lindern, da hierdurch die Freisetzung von Histamin gehemmt wird und somit die Entzündungen durch das Histamin nicht "angefeuert" werden können. Ebenso kann Vitamin C helfen, die Hautbarriere wieder herzustellen.

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