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Ernährung bei Rheuma - Kliniken schwören auf glutenfreie Ernährung
21.05.2017 09:58
Ernährungsberatung bei Rheuma

Rund drei Millionen Deutsche leiden an rheumatischen Beschwerden - einer Entzündung mit heftigen Schmerzen und Verformungen der Gelenke. Bekannt ist seit langem, dass die Ernährung diese Beschwerden positiv beeinflussen kann, doch immer mehr Kliniken verordnen ihren Rheuma-Patienten eine glutenfrei Ernährung.

Rheumatische Beschwerden entstehen durch ein "überschließendes" Immunsystem und führen zu schubartigen Schmerzen in den Gelenken, die sich bis zur Verformung der Gelenke ausbreiten können. Über die genaue Entstehung dieser Autoimmunkrankheit wird noch immer gerätselt - als mögliche Ursachen kommen in Betracht..

- erbliche Faktoren

- Stress

- Viren und Bakterien

- Psyche

- Hormone

Während eines Rheuma-Schubs sind viele "Abwehrzellen" unserer Immunabwehr und Entzündungsstoffe im Einsatz. Durch irgendeinen Auslöser greifen diese Zellen das körpereigene Binde - und Stützgewebe der Gelenke an und zerstören es.

Die Behandlungen bei Rheuma können vielfältig sein doch sollte die Ernährungsumstellung einen festen Platz im Behandlungsplan erhalten.

Das z. B Fleisch die Symptome und die Entzündungen begünstigt ist seit langem bekannt. Aus diesem Grund sollte der Verzehr von Fleisch und Wurst auf ein Minimum beschränkt werden und dafür der Verzehr von Fisch erhöht werden.

Dr. Gunter Hölz, der Kurparkklinik  schwört in seinen Behandlungen darauf, Patienten auf glutenfreie Kost "zu setzen" - und dies mit großen Erfolgen. Innerhalb der Ernährungstherapie von Dr. Hölz findet im ersten Teil der Behandlung eine "Heilfastenzeit" für die Betroffenen statt, mit anschließendem Kostaufbau der arm an tierischen Eiweißen ist, reich an Frischkost und komplett ohne glutenhaltige Lebensmittel.

Zitat " Die Unverträglichkeit von Gluten, also Klebereiweiss, betrifft lediglich etwa 40 Prozent der Patienten. Es gibt diesbezüglich jedoch keine verlässlichen Laboruntersuchungen, so dass wir uns vorwiegend nach dem klinischen Verlauf richten müssen. Möglicherweise spielen weitere Allergene eine Rolle, die ebenfalls individuell mit dem Patienten zusammen herausgefunden werden müssen" Quelle

Somit kommt nicht nur Gluten als "Auslöser" bzw "Verstärker" der Entzündungen in Frage, sondern noch weitere Lebensmittel, bzw Inhaltsstoffe wie Farbstoffe, Konservierungsstoffe, Milch, Weizen....

Somit ist im Fall von rheumatischen Erkrankungen immer eine individuelle Ernährungsberatung sinnvoll, bei der nicht nur die "Basis-Ernährungsempfehlungen" besprochen werden, sondern u. U ein "Auslassversuch" statt findet. Hierbei werden über einige Wochen potenzielle "Auslöser/Verstärker" wie Gluten, Milch, Konservierungsstoffe oder auch Histamin ( Histamin fördert Entzündungsvorgänge und "feuert" sie an) vom Speiseplan gestrichen werden. Hier ist es wichtig, vorab ein Ernährungsprotokoll zu führen, in dem alle verzehrten Lebensmittel und zusätzlich eventuell auftretende Symptome aufgeführt werden. Im Anschluß daran wird dieses Ernährungsprotokoll ausgewertet und ein individueller Ernährungsplan mit Verzicht potentieller Auslöser aufgestellt.

Dieser individuelle Ernährungsplan wird für ca. 4 Wochen durchgeführt, um feststellen zu können, ob sich die Beschwerden verbessern oder gleich bleiben.

Eine individuell angepasste Ernährung hat eine entzündungshemmende und schmerzreduzierende Effekte, die seit langem bekannt sind. Ebenfalls bekannt ist die Tatsache, dass Kohlenhydrate ebenfalls wie auch Fleisch und Wurstwaren negative Einflüsse auf die Entzündungsprozesse haben und diese verschlimmern.

Somit sollte eine entzündungshemmende Ernährung bei Rheuma immer auf ein Minimum an Fleisch/ Wurst sowie Kohlenhydrate bestehen. Der Ansatz der Kurparkklinik, auf Gluten zu verzichten, kann für weitere ca. 40% der Betroffenen eine große Erleichterung sein.

Informationen zur glutenfreien Ernährung

 

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