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Ap
Einstiegsdroge Diät
25.04.2017 06:13

Die gesellschaftlichen "Anforderungen" an Schönheit sind in den letzten Jahren weiter angestiegen und Erfolg und Anerkennung im Leben wird oftmals definiert durch Körpergewicht, Schönheitsideal und Hosengröße. Um diesem unrealistischen Ideal zu entsprechen fangen bereits 12 jährige Mädchen mit ihrer ersten Diät an - die erste Diät die oftmals die Einstiegsdroge in eine Essstörung ist.

Die Gesellschaft und die Medien geben ein "Schönheitsideal" vor, dass völlig unrealistisch ist, aber bereits 12 jährige Mädchen in ihre erste Diät treibt. Diesen Mädchen wird vermittelt, dass Schönheit etwas mit Hosengröße 0 statt mit Ausstrahlung zu tun hat. Es wird vermittelt, dass die "Schönheit" von Models und Schauspielern das A und O ist und es wird verschwiegen, dass all diese "Schönheiten" ungeschminkt genauso "zerknautscht" aussehen wie die Frauen von nebenan.

Das Internet hält viele "schnelle und sichere" Diäten parat, mit denen man "garantiert" in wenigen Wochen viele Kilos verlieren kann und "schön" und "attraktiv" wird und treibt somit viele dieser Mädchen aber auch erwachsene Frauen in einen gefährlichen Kreislauf.

Diese "Wunderdiäten" mögen am Anfang wunderbar funktionieren und die Kilos purzeln. Isst man aber nach den ersten verlorenen Kilos wieder normal, nimmt man oftmals in Windeseile alle verlorenen Kilos wieder zu oder wiegt noch mehr als vorher - und JETZT fängt der gefährliche Teufelskreis der Diäten an. Nun werden wieder Diäten ausprobiert, andere Diäten, die noch mehr "Sicherheit" beim Abnehmen versprechen oder aber, die für den Körper wichtigen Mahlzeiten werden ausgelassen, weggelassen. Der Körper gerät in eine "Hungerphase", es fehlen wichtige Nährstoffe, Vitamine, Mineralstoffe und es entstehen Heißhungerattacken - die völlig natürlich sind. Unser Körper braucht bestimmte Nährstoffe in einer bestimmten Höhe und die holt er sich - durch Fressattacken.

Jetzt werden oftmals Hungergefühle unterdrückt, es werden nur noch bestimmte Nahrungsmittel in bestimmter Menge gegessen und auf viele Dinge wird komplett verzichtet. Der eventuelle Einstieg in die Magersucht hat angefangen.

Kann man die aufkommenden Heißhungergefühle nicht unterdrücken und verdrängen, wird gegessen und der Körper ist unerbittlich in seinen Forderungen und erWILL Kalorien - kommt das schlechte Gewissen, die Vorwürfe, dass man doch gegessen hat und es werden nun Gegenmaßnahmen ergriffen - Erbrechen, Abführmittel & Co - der Einstieg in die Ess-Brech-Sucht ist nicht mehr weit.

Der Einstieg in die Binge - Eating - Störung ist in vielen Fällen ebenfalls eine rigerose Diät, die dann aber in Heißhngeranfällen endet - OHNE Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Diese Heißhungerattacken sind von den Betroffenen einfach nicht zu kontrollieren und nicht zu stoppen. In dieser Phase können Unmengen an Kalorien verzehrt werden und setzen sich auf den Hüften ab - es kann zu einem hohen Übergewicht oder einer Adipositas führen. Man geht davon aus, dass 20-30% aller übergewichtigen Menschen an einer Binge - Eating - Störung leiden. Das Fatale der Binge - Eating - Störung ist die Tatsache, dass die Betroffenen "emotionale" Esser sind, die Gefühle und Probleme mit essen kompensieren oder aber unterdrücken. Da jeder Essanfall aber Schamgefühle, Schuldgefühle, Versagergefühle & Co. frei setzt, ist der nächste Essanfall um eben diese Gefühle zu verdrängen und zu bewältigen nicht weit.

Diäten sind nicht immer Auslöser einer Essstörung - egal welcher Art - aber überzufällig häufig!

Rigerose Diäten mit Verzicht, drastischen Kalorien zählen und nichts-essen führen den Körper in eine Hungerphase und er versucht nun mit allen Mitteln da raus zu kommen - oftmals mit aufkommenden Heißhungeranfällen. Natürlich gibt es, neben rigerosen Diäten noch andere Auslöser für Essstörungen - z. B andere psychische Erkrankungen, die mit einer Wahrnehmungsstörung einhergehen. Aber auch in diesen Fällen hat sich oft gezeigt, dass die Betroffenen, aus welchen Gründen auch immer, mit ihrem Körpergewicht unzufrieden waren und abnehmen wollten - mit welchen Mitteln auch immer.

Wer abnehmen möchte, WENN es denn notwendig ist, braucht eine vernünftige, auf seine Bedürfnisse umgestellte Ernährung. "Abnehmen beginnt mit einem cleveren Einkauf" und nicht mit Verzicht und Hunger. Durch einen geschickten Einkauf und die vernünftige Kombination der Nahrungsmittel kann der Körper Kalorien verlieren, bekommt aber dennoch alle nötigen Nährstoffe und Heißhungeranfälle bleiben aus - und Essstörungen wie Magersucht, Bulimie und Binge Eating können erst gar nicht wachsen und gedeihen.

Für die "emotionalen" Esser, die ihre Gefühle mit Essen unterdrücken oder kompensieren macht es darüber hinaus Sinn, vernünftige Bewältigungsstrategien zu erlernen, um ihre Gefühle, Wünsche, Werte zu erkennen, anzunehmen und sie Probleme mit besseren Strategien zu bewältigen.

Es gibt immer einen Weg zu einem "normalen" und gesunden Essverhalten und raus aus der Essstörung. Dennoch können Essstörungen, werden sie nicht frühzeitig erkannt und behandelt "chronifizieren" und die Betroffenen ein Leben lang kontrollieren.

Online-Coaching bei Esssproblematiken

 

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