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der Weg zur Heilung - raus aus der Komfortzone
09.05.2017 06:56
komfortzone verlassen

Ich erlebe täglich viele Menschen, die unzufrieden sind. Unzufrieden mit sich, ihrem Job, ihren Kollegen, ihren Kindern, ihrem Partner, ihrem Leben. Ich erlebe viele Menschen, die abnehmen möchten, zunehmen möchten, gesünder Leben möchten, ihre Essstörung überwinden möchten - doch hierfür gilt, "rauß aus der Komfortzone".

 

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Ein altbekanntes Zitat mit Weisheit. Der Mensch lebt in Ritualen und liebt Gewohnheiten. Rituale und Gewohnheiten geben Menschen Sicherheit und Ordnung und viele dieser Gewohnheiten laufen so automatisch ab, dass man noch nicht einmal mehr nachdenken muss – das Gehirn regelt das schon ganz alleine.

Länger andauernde Verhaltensweisen, z. B essen bei Stress, der bewusste Verzicht auf Nahrung oder bestimmte Lebensmittel als Form von Kontrolle über sich oder/und die Steigerung des Selbstvertrauens, hinterlassen "Spuren im Gehirn" - zuerst nur Fußspuren, dann Sandwege, danach Steinwege, gepflansterte Wege und ganz zum Schluß Autobahnen - je nachdem, wie lange Verhaltensweisen andauern und wie gut sie im Laufe der Zeit automatisiert werden. Der Mensch agiert somit irgendwann einfach automatisch - kommt Stress, greife ich automatisch zur Schokolade, fühle ich mich schlecht, esse ich eben nicht und fühle mich besser "ich kann kontrollieren".

Diese automatischen Handlungen sind uns dann nicht mehr bewusst und wir machen uns auch keine Gedanken darüber. Um nun neue - positiviere Verhaltensweisen - zu erlernen, braucht es den gleichen, wie oben erwähnten Weg - Fußspuren, Sandweg, Steinweg, gepflasterter Weg, Autobahn. Um diese neuen positiveren Verhaltensweisen zu erlernen - also neue Autobahnen zu bauen und die alten Autobahnen abzureisen, bedarf es Mut, Zeit, Geduld und das Verlassen der Komfortzone.

Die eigene Komfortzone zu verlassen kann weh tun - man fühlt sich unwohl, man hat Ängste, es kommen Gedanken wie "das schaffe ich nie", "das ist zu schwer, dass kann ich nicht", "mir wird schlecht, ich mache das nicht"....

 

Die Komfortzone zu verlassen muss allerdings nicht immer „weh tun“ und es muss auch nicht in großen Schritten passieren. Manche Menschen fühlen sich wohler, wenn sie sich kleine Teilschritte setzten. Diese Teilschritte können sie erreichen und sie bekommen eine Belohnung dafür, welche sie weiterhin motiviert einen neuen Schritt außerhalb der „Wohlfühlzone“ zu gehen.

Fangen sie langsam an, ihre Komfortzone zu verlassen - setzen sie sich kleine Teilziele und belohnen sie sich für jedes erreichte Teilziel.

Man muss nicht gleich sein ganzes Leben „über den Haufen werfen“, weil man mit einem Teilbereich unzufrieden ist. Der kleinste Schritt in eine andere Richtung kann schon viel bewirken, ohne dass man gleich das Leben ändern muss.

- stellen sie sich jeden Morgen und Abend vor den Spiegel und sagen sie sich "ich bin gut, so wie ich bin", "ich liebe mich so, wie ich bin" - ihr Gehirn wird nach und nach Fußabdrücke bilden, Sandwege und irgendwann Autobahnen

- machen sie sich eine Liste von Dingen, die ihnen Angst machen und die sie nervös machen. Z.B jeden Tag regelmäßig essen, bei Stress und Frust nicht zur Schokolade greifen, bei Stress essen, auf "dumme" Sprüche anderer Menschen gelassen reagieren. Nehmen sie sich nun EINEN Punkt ihrer Liste vor ( es sollte ein Punkt sein, der ihnen am WENIGSTEN Angst macht ) und überlegen sie sich, wie sie anders darauf reagieren können. Schreiben sie alle Möglichkeiten auf ein Blatt Papier - egal was es ist oder wie "unmöglich" ihre zukünftige Lösung aussieht. Wenn sie fertig sind, suchen sie sich aus ihren Auswahlmöglichkeiten EINE aus und kreisen sie dick und fett ein. Nun befassen sie sich mit ihrer Lösung, spielen sie diese in Gedanken durch - sehen sie sich vor dem inneren Auge in ihrer "Angst-Stresssituation" NEU reagieren und sehen sich bereits am Ziel angekommen. Dies wiederholen sie sooft sie können - zuerst vor dem inneren Auge und dann im wirklichen Leben.

- Lächeln sie einen Tag alle Menschen an, die ihnen begegnen

-  Malen sie ein Herz auf den Spiegel

Dies alles sind winzige Schritte, die aber manchmal ausreichen, um Mut und Lust auf größere Schritte zu bekommen, und dann können sie sich weiterhin Stück für Stück ihrer Komfortzone annähern und sie ebenso langsam und fließend überschreiten und ihren Autopiloten zu überlisten.

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