18
Ap
5 häufige Denkfallen die dich daran hindern, deine Ziele zu erreichen
18.04.2017 09:24
hinderliche Gedanken, ziele erreichen

Du versuchst krampfhaft, deine Ziele zu erreichen, kommst aber nicht weiter? Du weißt zwar, was dein Ziel ist und was du willst, aber du rennst immer wieder gegen "Mauern" und hängst fest? Vielleicht stehen dir deine eigenen Gedanken beim Erreichen deiner Ziele im Weg.

Unser Gehirn produziert ständig und andauernd Gedanken, Bilder und Erinnerungen. Egal, was wir uns vornehmen zu erreichen, was wir machen möchten oder was wir erleben - unser Gehirn produziert bestimmte Gedanken dazu. Das Problem bei all dem Denken ist aber, dass unser Gehirn diese Gedanken "einfärbt" mit alten Erinnerungen, mit alten Bildern und mit der Vergangenheit. Unser Gehirn denkt nicht objektiv, sondern färbt all unserer Gedanken mit der Vergangenheit ein und somit sind alle Gedanken subjektiv und können uns sehr wohl daran hindern, unsere Ziele zu erreichen.

1. Denkfalle "Gedanken sind real"

Wie bereits oben erwähnt, sind unsere Gedanken eben nicht real, sondern "eingefärbt". Die Gedanken zu einer Sache, die wir tun möchten, z. B abnehmen, gesünder leben oder eine Essstörung in den Griff bekommen, werden durch Interpretationen älterer Begebenheiten, Erziehungsmuster, Erfahrungen und durch unsere Bewertung und andere gedankliche Prozesse verzerrt. Unser Gehirn täuscht uns und wir müssen entscheiden ob diese Gedanken, hilfreich sind um unser Ziel zu erreichen oder ob sie hinderlich sind, das Ziel zu erreichen.

2. Denkfalle "Alle Gedanken haben den gleichen Stellenwert"

Wie oben beschrieben, sind die meisten Gedanken Urteile, Bewertungen und eingefärbte Erinnerungen. Somit sind unsere Gedanken, die wir produzieren nicht "Gleichwertig". Einige unserer Gedanken sind wichtig, um uns ans Ziel zu bringen, andere sind dagegen völlig unwichtig und es lohnt sich nicht, sich weiter mit ihnen zu beschäfigen. Wir müssen "nur" herausfinden, welche Gedanken wichtig und unwichtig sind.

3. Denkfalle " Ich muss alles nur gut durchdenken"

Viele Menschen verbringen Stunden, Tage und Wochen damit, über Situationen nachzudenken und über die Tatsache, wie sie all die damit verbundenen Eventualitäten "überdenken" können. Zusätzlich wird darüber nachgedacht, wie man eventuell aufkommende "negative" Gedanken, Schmerz und Leid "wegdenken" könnte. Das Problem dabei ist allerdings, dass man sich auf diese Weise in den eventuell aufkommenden Gedanken, Schmerzen, Leid "verkriecht" und damit "verschmilzt", bevor all diese Dinge überhaupt eingetreten sind. Das führt in eine sichere Sackgasse und das Ziel rückt in weite Ferne.

4. Denkfalle " meine Gedanken sind mein Befehl"

Viele Menschen sind der Meinung, dass sie genau das tun müssen, was ihnen ihre Gedanken sagen - also dass die Gedanken ihr Befehl sind. Da wir aber bereits oben festgestellt haben, dass Gedanken NIE objektiv sind, sondern immer "eingefärbt" von Vergangenheit, Erfahrungen und Gefühlen, KÖNNEN Gedanken nicht Befehle sein. Wenn wir nur nach unseren aufkommenden Gedanken handeln, handeln wir im AUTOPILOTEN und sind unseren Gedanken hilflos ausgeliefert. Der Spruch " mein Verstand geht mit mir durch" bringt diesen Mechanismus auf den Punkt. Auch hier muss man sich immer fragen "nutzen mir meine Gedanken, um mein Ziel zu erreichen?"

5. Denkfalle " meine Gedanken sind dauerhaft"

Hier stellt sich die Frage, wie Menschen mit besorgniserregenden Ereignissen, Veränderungen, neuen Situationen umgehen. Manche Menschen gehen positiv und optimistisch an die Dinge ran und manche Menschen mit Pessimismus und Angst. Es kommt darauf an, was man DENKT, wie lange eine neue oder beunruhigende Situation anhält. Man gerät in eine Sackgasse, wenn man glaubt dass bestimmte Situationen und bestimmte Gefühle "nie" aufhören und "ewig" andauern - man blockiert! Möchte man z. B seinen Ernährungsstil ändern, kann es passieren das Gedanken auftauchen wie "mir wird schlecht, ich kann nichts essen", "ich muss das jetzt essen, ich kann nicht anders", "das schaffe ich nie", "ich kann das nicht", "das wird sich nie ändern". Diese Gedanken sind normal und gehörten u. U zu einer Veränderung dazu! Nun kommt es aber darauf an, wie man mit diesen Gedanken umgeht.

1. Möglichkeit

Man "suhlt" sich in diesen Gedanken und "ertrinkt" in ihnen - man wird mit diesen Gedanken EINS - das führt in eine Sackgasse und man bekommt noch mehr unsinnige und negative Gedanken.

2. Möglichkeit

Man erkennt die Gedanken als das was sie sind - Gedanken! Man akzeptiert, dass sie da sind, aber man erkennt, dass a. nicht real sind sondern "eingefärbt", b. man weiß, dass diese Gedanken wieder verschwinden und das Gehirn sich "beruhigen" wird und man kann c. bewusst handeln - trotz dieser Gedanken.

Achtsamkeitstraining

Kommentare